Wer wir sind

Die Spätregen-Mission ist eine evangelische Freikirche pfingstlicher Prägung.

Unser Hauptziel ist die Mitarbeit am Aufbau der weltweiten Gemeinde Jesu Christi auf Erden. Mit bekennenden Christen anderer Kirchen und Freikirchen fühlen wir uns im Glauben verbunden.

Der Begriff Spätregen stammt aus der Bibel. Früh- und Spätregen beschreiben im übertragenen Sinn das Wirken des Heiligen Geistes.

Als Jesus Christus in unser Leben trat, schenkte er uns Frieden und Freude. Ähnlich wie es die ersten Jünger und die ersten Christen erlebt haben, brachte der Glaube an das Evangelium und Jesu Gegenwart einen völlig neuen Lebensstil mit sich. Wir haben uns entschlossen, Jesus nachzufolgen und unseren alten Lebensstil abgelegt.

Das geschah nicht aus irgendeinem Zwang, sondern aus Freude, weil wir ein viel sinnerfüllteres, ewiges Leben von unserem Herrn empfangen haben. Diese Freude möchten wir gerne mit allen Menschen teilen.

Da die Kraft unseres neuen Lebens in der engen Verbindung mit unserem Herrn Jesus Christus besteht, möchten wir nichts zwischen ihn und uns kommen lassen. Deshalb legen wir Wert auf ein von Sünden gereinigtes Leben. Wir wissen, dass wir dazu nicht in eigener Kraft imstande sind. Es ist ein Gnadengeschenk Gottes.

Alle Häuser der Spätregen-Mission sind "Glaubenshäuser" – d.h. ihre Errichtung und Instandhaltung stützt sich nicht auf allgemein geltende finanzielle Grundsätze, sondern ist völlig vom Glauben an die Fürsorge des himmlischen Vaters abhängig. Alle Mitarbeiter tun ihre Arbeit ohne Entgelt. Die Mitarbeiter, die mit ihren Familien im Glaubenshaus leben, stellen ihre Zeit und ihre Begabung in den Dienst ihrer Mitmenschen. Hilfe suchenden Menschen wird nach Kräften geholfen, ohne für die geleisteten Dienste eine Entschädigung zu erwarten.

Gemeindeglieder, die in dem umliegenden Gebiet wohnen, gehen einem Beruf nach und versammeln sich zu Gottesdiensten, Bibel- und Gebetsstunden im Glaubenshaus. Sie unterstützen ihr Glaubenshaus, das sie als ihre geistliche Heimat betrachten, nach ihren Kräften. Für Gemeindeglieder, die eine weite Anfahrt zum Glaubenshaus haben, werden Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen und Mahlzeiten angeboten. Alle Dienste für die Gemeinde werden kostenlos von Hausbewohnern geleistet. Letztere kümmern sich außerdem um die Instandhaltung der Gebäude und Grundstücke.

Anfang der 1990er Jahre entstand das Bedürfnis, die im Dienst des Herrn alt gewordenen Glaubensgeschwister angemessen zu versorgen. Das Glaubenshaus "Bethesda" im Schwarzwald wurde diesem Zweck entsprechend umgebaut und dient heute mit einer zeitgemäßen Ausstattung der Versorgung unserer Senioren.   

Fachlich qualifizierte Mitarbeiter, die – soweit möglich – in eigenen Meisterwerkstätten ausgebildet werden, erledigen die in den Glaubenshäusern anfallenden Arbeiten. Für die anderen Berufe absolviert unser Nachwuchs eine Ausbildung außerhalb des Glaubenshauses und nimmt die betreffende Arbeit nach deren Abschluss auf.

So leben in den Glaubenshäusern Jung und Alt in Eintracht miteinander. Jeder leistet seinen Kräften und Gaben entsprechend einen Beitrag, um das Leben im Glaubenshaus zu einem Vorbild und zum Segen für die Gemeinde zu gestalten. Damit die Glaubenshäuser all den Anforderungen gewachsen sein können, sorgt Gott selbst dafür, dass zur rechten Zeit die nötigen Mittel und die richtigen Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

In Deutschland gibt es vier Glaubenshäuser: Libanon in Beilstein bei Heilbronn, Bethesda (mit angegliedertem Seniorenteil) in Beihingen (Ortsteil von Haiterbach) bei Nagold, Beth-Schan bei Minden und Mara bei Lüneburg.

Weiter gibt es ein Glaubenshaus in den Niederlanden, je eins in Großbritannien, Frankreich, in der  Schweiz, Österreich, Ungarn, in der Ukraine und jeweils eins  in den USA, in Paraguay und in Australien – neben etwa 30 Glaubenshäusern im südlichen Afrika.

 

Die Spätregen-Mission ist...

 

...eine evangelikale Freikirche pfingstlicher Prägung. Sie ist aus dem Wunsch entstanden, dass Gottes Geist in der gegenwärtigen Zeit wirken möchte, wie es in der Apostelgeschichte beschrieben ist. Prophetische Aussagen im Alten Testament der Bibel, die auf eine Ausgießung des Heiligen Geistes in der ab Jesu Geburt begonnenen “Endzeit” deuten, vergleichbar mit dem in Israel für die Ernte besonders wichtigen Spätregen, waren der Anlass zu der Namensgebung der Spätregen-Mission.

Mit dem Aufkommen der Pfingstbewegung am Anfang des vorigen Jahrhunderts erwachte auch in Südafrika ein starkes Interesse an den Gaben des Geistes. Neben sehr erfreulichem Aufleben frühchristlichen Feuers führte dies leider nicht selten dazu, dass die geistlichen Gaben zu sehr in den Vordergrund kamen und die persönliche Heiligung in den Hintergrund trat. Eine Gruppe von Beterinnen, zu denen auch die künftige Leiterin der Spätregen-Mission gehörte, erkannte sehr bald, dass das Evangelium Glaubwürdigkeit verliert, wenn das Leben der Gemeindeleiter, Prediger oder Gemeindeglieder nicht überzeugend ist. Aus diesem Grund widmete sich diese Gebetsgruppe eine längere Zeit dem Fasten und Gebet. Dabei leitete der Heilige Geist sie, ihr Reden und Tun zunehmend mit dem biblischen Vorbild in Einklang zu bringen. Das war der Beginn der Spätregen-Mission. Von diesem Beginn her kann die Spätregen-Mission deshalb als Heiligungsbewegung verstanden werden.

In der Folgezeit legte der Heilige Geist der Leiterin Mara Fraser und ihrem Mann Henry aufs Herz, ihr Haus für Gebetszusammenkünfte und Gottesdienste zu öffnen, und später auch für Personen, die ihr Leben vollzeitlich in den Dienst Gottes stellen wollten. Das Ehepaar tat diesen Schritt in dem Vertrauen, dass Gott in Antwort auf ihren Glauben für Unterhalt und alle materiellen Bedürfnsse des Hauses sorgen würde. So wurde ihr Haus im wahrsten Sinn ein Glaubenshaus und der Kern der ersten Gemeinde der Spätregen-Mission in Südafrika. Seitdem hat sich die Spätregen-Mission weit über die Grenzen Südafrikas hinaus ausgebreitet. In Namibia, Zimbabwe, Europa - von Wales bis zur Ukraine -, Nord- und Süd-Amerika und Australien sind Gemeinden entstanden, überall mit einem Glaubenshaus als Gemeindezentrum.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Spätregen-Mission grundsätzlich ihren Auftrag darin sieht, den Menschen das Evangelium von Jesus Christus zu bringen und zusammen mit der ganzen Christenheit am Bau des Reiches Gottes mitzuarbeiten. Wir glauben, dass dieser Auftrag Gottes heute genauso wichtig ist wie zur Zeit Jesu. Auf Grundlage der Heiligen Schrift sind wir der festen Überzeugung, dass der Heilige Geist zur Umsetzung dieses Auftrages damals wie heute die im Neuen Testament beschriebenen geistlichen Gaben austeilt, die dazu beitragen können, Menschen in das Reich Gottes zu führen und ihr geistliches Wachstum zu fördern.